Vincent, Mobuto und die Champions League – Der bemerkenswerte Aufstieg des Vincent Kompany – Vincent Kompany – Brave Heart becomes a coaching legend
Vincent, Mobuto und die Champions League – Der bemerkenswerte Aufstieg des Vincent Kompany – Vincent Kompany – Brave Heart becomes a coaching legend
von Hans Hofele
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Er ist der erfolgreichste Trainer in Deutschland momentan, hat bei Rekordmeister Bayern München einen Vertrag bis 2029. Das ist schon ungewöhnlich genug. Vincent Kompany ist gerade vierzig geworden. Noch vor zwei Jahren kannten ihn in Deutschland nur Fußball-Insider.
“Ich versuche immer, respektvoll zu bleiben, war ich auch. ” Vincent Kompany

Vincent, der Fußballjunge aus Brüssel
Dem belgischen Fußballer, Trainer und Manager mit kongolesischen Wurzeln (Vincent Jean Mpoy Kompany) ist in den letzten Jahren etwas geglückt, das nicht allen gegeben ist: Er wurde erfolgreicher Fußballer und Manager, hat einen Spitzenklub übernommen und ist Mensch geblieben – er ist nicht nur unglaublich erfolgreich, sondern über alle Clubgrenzen hinweg anerkannt und beliebt. Nicht alles in seinem Leben hat auf diesen Werdegang hingedeutet. Bis zuletzt folgten auf Erfolge immer auch Rückschläge. Schon seine Jugend war von Ungewissheit bestimmt. Geboren am Rand der belgischen Hauptstadt Brüssel, wuchs er in einer Sozialbaugegend „zwischen Gangs und Drogen“ auf. Dem SPIEGEL verriet er: “Hätte ich Drogen verkaufen wollen, hätte ich einfach nur nach unten gehen müssen und wäre in eine zwielichtige Nummer geraten”. Hat er aber nicht. Er spielte stattdessen Fußball in einem der kleinen aus Stahl umrandeten Spielfelder. Hier lernte der ehrgeizige Vincent sich durchzusetzen, lernte den Fußball zu lieben. Auch wegen den Chancen, die er bot.
Sein Vater, Pierre Kompany, stammt aus der Demokratischen Republik Kongo und seine Mutter, Jocelyne Fraselle, aus Belgien. Der Vater hat die DRC, bzw. Zaire, wie es zu dieser Zeit hieß, nicht freiwillig verlassen. Als politischer Gefangener saß er unter dem Regime Sese Seko Mobuto monatelang in Haft. 1975 konnte er nach Belgien fliehen, wurde als politisch Verfolgter anerkannt. Er arbeitete sich hoch, vom Taxifahrer zum Ingenieur, machte später Karriere in der Politik und wurde 2018 der erste schwarze Bürgermeister Belgiens. In der Familie war er aber nie ausschließlich der Politiker oder Aufsteiger, sondern vor allem die prägende Figur mit klaren Werten und Autorität.

Brüssel, die Hauptstadt der Kongolese Diaspora
Fast 100 000 Kongolesen leben in Belgien, die meisten in der Hauptstadt Brüssel. Diese gilt als multikulturell, hat über hundert Nationen in der Stadt. Dass dort überdurchschnittlich viele Menschen aus dem Kongo stammen, hat natürlich mit der Kolonialgeschichte Belgiens zu tun. Nirgendwo ist die Kultur des Kongo so sichtbar wie im Viertel Matongé im Zentrum Brüssels. Eingezwängt zwischen schicken Einkaufstraßen und dem nahen EU-Parlament, sind auf ein paar Straßen Restaurants, Shops und vor allem Menschen aus dem Kongo mehr als deutlich sichtbar. Die früheren Probleme aus den 1990ern und 2000er Jahren bestehen so nicht mehr. Vorbei die Zeit, als Jugendgangs die Straßen unsicher machten. Stattdessen sieht man Leute die bummeln, im Café sitzen, einkaufen oder zum Friseur gehen. Auch der ein oder andere Sapeur ist zu sehen. Das soll nicht darüber hinwegtäuschen, dass die Wohnverhältnisse beengt sind. Die meisten wohnen sowieso in den günstigeren Vierteln am Rand. So wie es Vincent Kompanys Familie auch tat. Die kongolesische Community ist mittlerweile ein fester Bestandteil Brüssels. Es gibt seit letztem Jahr ein offizielles Belgisch-Kongolesisches Kulturzentrum in der Stadt.

“Wenn du am Ende der Saison ein Wunder brauchst, kannst du nicht von null anfangen. Das Gefühl und den Glauben musst du dir vorher erarbeiten.”
Karriere und Rückschläge
Der Familienname Kompany geht laut Zeitung DIE WELT auf eine Erzählung aus der Familie zurück, nach der der Urgroßvater im Kongo für eine Bergwerksgesellschaft arbeitete und irgendwann mit dem Unternehmen selbst identifiziert wurde – aus „compagnie“ wurde „Kompany“. Herkunft und Geschichte waren in dieser Familie nie bloß Hintergrund, sondern immer Teil des Selbstverständnisses.Vincent Kompany wuchs als ältestes von drei Kindern auf, mit Schwester Christel und Bruder François. Seine Mutter Joseline Fraselle erkannte früh, dass ihre Kinder als dunkelhäutige Menschen mitunter anders behandelt werden als viele andere. Sie wollte sie davor nicht abschirmen, sondern darauf vorbereiten. Die Botschaft in der Familie: Du musst besser sein! Nicht nur mithalten – besser sein!
Schon mit sechs Jahren spielte Vincent im Juniorenteam des RSC Anderlecht, dem wichtigsten Verein Belgiens. Dort begann dann auch seine Profikarriere. Mit 18 Jahren wurde er dort belgischer Meister, wurde zu Belgiens Fußballer des Jahres gewählt. Dazu kam zweimal die skurrile Auszeichnung Soulier d’Ébène, der Ebenholz-Schuh, für den besten afrikanisch-stämmigen Fußballer.

Während er 2006 für zwei Jahre nach Hamburg zum HSV wechselte, erkrankte seine Schwester an Krebs, die Mutter starb. Verletzungen zwangen ihn zu pausieren: “Es war meine schwerste Zeit. Man lernt, dass man auf dem Weg nach oben bescheiden bleiben muss, denn wenn man auf dem Weg nach unten ist, wird man dafür bezahlen.”
In dieser Phase rückte sein Fußballer-Freund Rodyse Munienge noch näher an ihn heran. Die beiden kennen sich seit der Jugend, lebten in Brüssel im selben Gebäude. Als Kompany nach Hamburg wechselte, kam Munienge mit. Als sportlich und privat vieles ins Wanken geriet, war er ein konstanter Begleiter. Diese Verbindung hält bis heute. Der 40-jährige Munienge ist Teammanager bei den Bayern, organisiert vieles um Kompany herum.
Mit seinem Tor des Lebens wird er zur Club-Legende
Wer heute vor dem Stadion des erfolgreichen Clubs Manchester City steht, sieht zwei silberne Statuen von Fußballern stehen. Die eine ist dem Spanier David Silva gewidmet, die andere Vincent Kompany! Als Vincent Kompany 2008 nach Manchester City wechselte, deute nichts darauf hin, dass er hier zur Club-Legende werden würde. Der Club war zu dieser Zeit alles andere als erfolgreich; musste schon über vierzig Jahre auf eine Meisterschaft warten. Als Innenverteidiger stand Kompany meist nicht so im Fokus. Doch er etablierte sich in der Mannschaft, wurde deren Kapitän. Dreimal wurde er bis 2018 die Premiere League gewinnen. Dann kam der 6. Mai 2019: Im vorletzten Spiel ging es um alles, es stand lange Unentschieden, bis sich Vincent Kompany zu einem Torschuss entschloss: „Alle haben gesagt, ‘schieß nicht, ich konnte es wirklich hören, und es hat mich genervt. Und deswegen habe ich gesagt: Moment mal, ich bin nicht so weit gekommen, damit mir junge Spieler sagen, wann ich schießen soll und wann nicht.” (Der Standard)

Das Tor war entscheidend für den Gewinn der Meisterschaft, der Grundstein für seinen Legendenstatus gelegt. Nach dem Ende seiner Fußball-Karriere machte Vincent Kompany nicht nur den Trainerschein, sondern auch den Masters in Business Administration. Mittlerweile ist er auch verheiratet, hat eine Tochter und zwei Söhne. Vincent gehört zur “Goldenen Generation” der Belgischen Nationalmannschaft. Nur knapp scheiterte diese Mannschaft 2018 gegen den späteren Weltmeister Frankreich im Halbfinale. Sie wurden WM-Dritter. Seine Trainerkarriere, die er beim Zweitligisten FC Burnley startete, war zwiespältig: erst stieg er mit dem Club in die erste Liga auf, das folgende Jahr gleich wieder ab.
Von der vierten Wahl zum beliebtesten Trainer Deutschlands
Doch sein Offensiv-Spiel, dass er den Spielern einimpfte, blieb nicht unbemerkt. Als im Frühjahr 2024 in München der Trainerposten vakant wurde, kam man erst mal nicht auf Vincent Kompany zu. Er war, so waren sich die Fachleute einig, höchstens die vierte oder fünfte Wahl. Ging es doch um einen Spitzenjob im europäischen Fußball. Doch, nach Absagen einiger Trainerkollegen, rückte auf einmal Kompany ins Blickfeld. Für den FC Bayern, der immer höchste Ziele hat, ein heikles Unterfangen. Man wollte endlich einen guten Trainer, der mit einer hochbezahlten Multikulti-Truppe attraktiven Fußball spielen lässt. Und die Medien im Griff hat, wenn es mal nicht so läuft. Kompany fügte sich in diese Bild zum Erstaunen vieler sehr gut. Er spricht mehrere Sprachen, hatte aufgrund seiner Herkunft und seiner Aura als absoluter Profi schon einen großen Bonus. Sportlich läuft es, das Siegen ist zurück, die Meisterschaft im ersten Anlauf gewonnen. Sein angenehmes Wesen, die besonnene Art, verschafft ihm weit über den Club hinaus viele Sympathien. Selbst Menschen, die dem FC Bayern nicht gut gesonnen sind, lassen auf Vincent Kompany nichts kommen.

Kompany die Company
Die Kompany-Familie ist eine Company: Sein Vater Pierre ist Vincents Berater, seine Schwester leitet den Brüssler Club BX Brussels in Molenbeek, den Vincent zuvor als Pleite-Club übernommen hatte. Dort ist er auch Chairman. Es war Vincent ein Anliegen, den Club in einem der Problemviertel Brüssels, vor dem Untergang zu bewahren. Neben dem wirtschaftlichen Aspekt geht es ihm auch um die Perspektive, die ein Fußballclub für all die jungen Spieler und Spielerinnen bietet. Sport ist mehr als Bewegung, es ist ein wichtiger sozialer Faktor in einer Großstadt. Das weiß er nur zu gut. Die beiden Sportsbars (“Good Kompany”), die er 2017 in Brüssel und Antwerpen eröffnete, hat er nach kurzer Zeit wieder geschlossen. Die liefen zwar gut, dennoch waren ihm die Kosten zu hoch.
Klare Haltung zu Rassismus
Anfang des Jahres kam es in einer Partie von Real Madrid gegen Benfica Lissabon zu einem rassistischen Vorfall, bei dem der Spieler Vinicius Jr. beleidigt wurde. Wenige Tage später äußerte sich Vincent Kompany zu diesem Vorfall. Real Madrid sollte der nächste Gegner in der Champions League sein. Ihn störte das Herunterspielen des Vorfalls durch die sportliche Leitung von Real Madrid.Im Nachgang der Partie hatte Benfica-Coach José Mourinho negiert, dass Benfica-Spieler Prestianni ausfällig geworden sei, und seinen Klub pauschal von allen Rassismus-Vorwürfen freigesprochen. Stattdessen rückte er Vinicius’ Jubel nach dessen spielentscheidendem Treffer, für den der 25-Jährige Gelb bekam, in den Fokus. Kompany sprach lange über das Thema. Rund zwölf Minuten dauerten seine Ausführungen zu der Kontroverse, seinem Kollegen Mourinho und seinen eigenen Erfahrungen mit Rassismus.
Die Szenen auf dem Rasen und den Rängen seien fürchterlich, stellte Kompany klar, aber: “Für mich ist es noch schlimmer, was nach dem Spiel geschieht. Nach der Partie hast du den Anführer einer Organisation, José Mourinho, der die Persönlichkeit von Vinicius Junior angreift, indem er die Art seines Torjubels aufbringt, um zu diskreditieren, was Vinicius in diesem Moment macht.” Es war Kompany anzumerken, wie sehr ihn Mourinhos Auftritt beschäftigt hatte. Besonders schien ihn der Umstand zu ärgern, dass Mourinho die Benfica-Legende Eusebio anführte, um die Rassismus-Vorwürfe zu kontern, “Weißt du, was schwarze Spieler in den 1960ern erleben mussten? War er dabei, um mit Eusebio zu jedem Auswärtsspiel zu fahren?”, fragte er.
Vincent Kompany wird seinen Weg weiter gehen. Nach Bayern München stehen ihm alle Türen offen. Es bleibt zu hoffen, dass er seinen Weg weiter gehen wird und sich nicht verbiegen lässt.

ENGLISH VERSION
He is currently the most successful coach in Germany and has a contract with record champions Bayern Munich that runs through 2029. That in itself is unusual enough. Vincent Kompany just turned forty. Just two years ago, only soccer insiders in Germany knew who he was.
“I always try to remain respectful, and I have been.” Vincent Kompany
Vincent, the soccer boy from Brussels
The Belgian soccer player, coach, and manager with Congolese roots (Vincent Jean Mpoy Kompany) has achieved something in recent years that not everyone is capable of: He became a successful soccer player and manager, took over a top-tier club, and remained human—he is not only incredibly successful but also recognized and beloved across all club boundaries. Not everything in his life pointed toward this career path. Until recently, successes were always followed by setbacks. Even his youth was marked by uncertainty. Born on the outskirts of the Belgian capital, Brussels, he grew up in a public housing project “amidst gangs and drugs.” He told SPIEGEL: “If I’d wanted to sell drugs, I would have just had to go downstairs and would have ended up in a shady situation.” But he didn’t. Instead, he played soccer on one of the small, steel-fenced fields. Here, the ambitious Vincent learned to assert himself and to love soccer—partly because of the opportunities it offered.
His father, Pierre Kompany, is from the Democratic Republic of the Congo, and his mother, Jocelyne Fraselle, is from Belgium. His father did not leave the DRC—or Zaire, as it was known at the time—of his own free will. As a political prisoner, he was detained for months under the regime of Sese Seko Mobutu. In 1975, he managed to flee to Belgium, where he was recognized as a political refugee. He worked his way up from taxi driver to engineer, later pursued a career in politics, and in 2018 became Belgium’s first Black mayor. Within the family, however, he was never merely the politician or the social climber, but above all the defining figure with clear values and authority. He would later make headlines when, in 2018, he became the first Black person elected mayor in Belgium.
Brussels, the Capital of the Congolese Diaspora
Nearly 100,000 Congolese people live in Belgium, most of them in the capital, Brussels. The city is considered multicultural, with people from over a hundred nations living there. The fact that there is an above-average number of people from the Congo is, of course, linked to Belgium’s colonial history. Nowhere is Congolese culture more visible than in the Matongé neighborhood in the center of Brussels. Sandwiched between chic shopping streets and the nearby European Parliament, restaurants, shops, and above all, people from the Congo are clearly visible along a few streets. The problems of the 1990s and 2000s no longer exist in this form. Gone are the days when youth gangs roamed the streets. Instead, you see people strolling, sitting in cafés, shopping, or going to the barber. You can even spot the occasional Sapeur. That shouldn’t obscure the fact that living conditions are cramped. Most people live in the more affordable neighborhoods on the outskirts anyway. Just as Vincent Kompany’s family did.

“If you need a miracle at the end of the season, you can’t start from scratch. You have to build up that feeling and that belief beforehand.”
Career and Setbacks
According to the newspaper DIE WELT, the surname Kompany stems from a family story in which the great-grandfather worked for a mining company in the Congo and eventually came to be identified with the company itself—“compagnie” became “Kompany.” Origin and history were never merely a backdrop in this family, but always part of their self-identity. Vincent Kompany grew up as the eldest of three children, with his sister Christel and brother François. His mother, Joseline Fraselle, recognized early on that her children, as people of color, would sometimes be treated differently than many others. She didn’t want to shield them from this, but rather prepare them for it. The message in the family: You have to be better! Not just keep up—be better!
His mother intervened when her children were treated unfairly, sometimes even getting into arguments with other parents. His father instilled calm, control, and the sense that one shouldn’t respond to every provocation immediately. This blend of clarity and self-control continues to define Vincent Kompany’s demeanor to this day.
At just six years old, Vincent was already playing for the youth team of RSC Anderlecht, Belgium’s top club. That’s also where his professional career began. At 18, he won the Belgian league title with the club and was named Belgium’s Footballer of the Year. He also received the quirky “Soulier d’Ébène” (Ebony Shoe) award twice, given to the best footballer of African descent.

While he moved to Hamburg’s HSV for two years in 2006, his sister was diagnosed with cancer, and his mother passed away. Injuries forced him to take a break: “It was the hardest time of my life. You learn that you have to stay humble on your way up, because when you’re on your way down, you’ll pay for it.”
During this phase, his soccer friend Rodyse Munienge grew even closer to him. The two have known each other since childhood and lived in the same building in Brussels. When Kompany moved to Hamburg, Munienge came along. As things began to unravel both on and off the field, he was a constant companion. That bond remains to this day. The 40-year-old Munienge is the team manager at Bayern, handling many of the logistics surrounding Kompany.
With the goal of his life, he became a club legend
Anyone standing in front of the stadium of the successful Manchester City club today will see two silver statues of soccer players. One is dedicated to the Spaniard David Silva, the other to Vincent Kompany! When Vincent Kompany joined Manchester City in 2008, there was no indication that he would become a club legend here. At the time, the club was anything but successful; it had been waiting over forty years for a championship. As a center back, Kompany wasn’t usually in the spotlight. But he established himself in the team and became its captain. By 2018, he had won the Premier League three times. Then came May 6, 2019: The penultimate match was a do-or-die situation; it was tied for a long time until Vincent Kompany decided to take a shot: “Everyone was saying, ‘Don’t shoot.’ I could really hear it, and it annoyed me. And that’s why I said: Hold on a minute, I didn’t come this far to have young players tell me when to shoot and when not to.” (Der Standard)

Vincent is part of the Belgian national team’s “Golden Generation.” In 2018, this team narrowly lost to eventual World Cup champion France in the semifinals. They finished third in the World Cup.
That goal was decisive in winning the championship and laid the foundation for his legendary status. After retiring from soccer, Vincent Kompany not only earned his coaching license but also a Master’s in Business Administration. He is now married and has a daughter and two sons. His coaching career began with second-division club FC Burnley and was a mixed bag: first, he led the club to promotion to the top flight, only to be relegated again immediately afterward.

From Fourth Choice to Germany’s Most Popular Coach
Yet the attacking style of play he instilled in his players did not go unnoticed. When the coaching position became vacant in the spring of 2024, Vincent Kompany was not initially considered. Experts agreed that he was, at best, the fourth or fifth choice—after all, this was a top job in European soccer. But after several fellow coaches turned down the offer, Kompany came into focus. For FC Bayern, which always has the highest goals, this was a delicate undertaking. They finally wanted a good coach who could get a highly paid, multicultural squad to play attractive soccer. And who could keep the media in check when things weren’t going so well. To the surprise of many, Kompany fit into this picture very well. He speaks several languages and, thanks to his background and his aura as a consummate professional, already had a major advantage. On the field, things are going well—victories are back, and the championship was won on the first try. His pleasant demeanor and level-headed nature have earned him widespread admiration far beyond the club. Even people who aren’t particularly fond of FC Bayern have nothing but praise for Vincent Kompany.

Kompany the Company
The Kompany family is a business: His father, Pierre, is Vincent’s advisor, and his sister runs the Brussels club BX Brussels in Molenbeek, which Vincent had previously taken over when it was on the brink of bankruptcy. He also serves as the club’s chairman. It was important to Vincent to save the club, located in one of Brussels’ troubled neighborhoods, from collapse. Beyond the financial aspect, he is also concerned with the opportunities a soccer club offers to all the young players. Sports are more than just exercise; they are an important social factor in a big city. He knows this all too well. He closed the two sports bars (“Good Kompany”) he opened in Brussels and Antwerp in 2017 after only a short time. Although they were doing well, the costs were too high for him.
A Clear Stance on Racism
Earlier this year, a racist incident occurred during a match between Real Madrid and Benfica Lisbon, in which player Vinicius Jr. was subjected to abuse. A few days later, Vincent Kompany commented on the incident. Real Madrid was set to be their next opponent in the Champions League. He was bothered by how Real Madrid’s management downplayed the incident. Following the match, Benfica coach José Mourinho denied that Benfica player Prestianni had been abusive and cleared his club of all allegations of racism. Instead, he focused on Vinicius’ celebration following his game-winning goal, for which the 25-year-old received a yellow card. Kompany spoke at length on the subject. His remarks on the controversy, his colleague Mourinho, and his own experiences with racism lasted about twelve minutes.
The scenes on the field and in the stands were terrible, Kompany made clear, but: “For me, what happens after the game is even worse. After the match, you have the leader of an organization, José Mourinho, attacking Vinicius Junior’s character by bringing up the nature of his goal celebration to discredit what Vinicius is doing in that moment.” It was clear how much Mourinho’s outburst had bothered Kompany. He seemed particularly annoyed by the fact that Mourinho cited Benfica legend Eusebio to counter the racism allegations.
Vincent Kompany will continue on his path. After Bayern Munich, all doors are open to him. It is to be hoped that he will continue on his path and not let himself be swayed.



