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Architektur/Architecture,  Literatur/Book Review

Architectural Guide Sub-Sahara Africa Part/Teil 3 ger/engl

Ingesamt sieben Bände zählt der Architectural Guide Sub-Sahara, der dieses Jahr im Juni bei DOM publishers in Berlin erschienen ist. neben dem Einführungsband gibt bes sechs, nach Regionen geordnete Bände, die insgesamt 3400 Seiten mit vielen Fotos und Abbildungen haben. Die in Englisch veröffentlichten Bände des Teams Philpp Meuser und Abdil Dalbai sind mit hunderten internationalen AutorInen entstanden, viele davon aus Afrika. Im ersten Artikel erschien ein längeres Interview mit den Herausgebern. Der zweite Artikel befasste sich mit dem Einleitungsband sowie den ersten zwei Regionalbänden. In diesem Artikel stelle ich die Bände 4 bis 7 vor. Es sind viele interessante Überraschungen enthalten.

von Hans Hofele

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Band 4:Eastern Africa: From the Sahel to the Horn of Africa

Im vierten Band, der hauptsächlich die Sahelstaaten abbildet, also Länder wie der Tschad, Sudan und Südsudan, Eritea, Äthiopien und Somalia, Niger, gibt es einen interessanten Artikel über eine „rare Spezies“ wie es im Buch heißt: Die weibliche Architektin im Sahel. Meist ist das Verhältnis 1:10 oder noch geringer. Mariam Kamara, Ada Bocoum oder Hayatte Ndiaye werde dort genannt. Es sind immer wieder diese Ausflüge in die Gesellschaftspolitik, die den Architekturführer so spannend machen. Jedes Umblättern ist eine Überraschung. Da findet sich der Bericht über das Gaoui Village mit seinen großartigen Wandmalereien und interessanten Konstruktionen, die Ruinen von Ouara (beides Tschad),

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Ouara-in-Chad-Africa-photo by sola rey

die Planung über ein gewaltiges religiöses Zentrum in der Hauptstadt N’Djamena, dann wieder zu den Pyramiden des Sudan oder den großartigen Palast aus der Zeit der Ottomanen (in Khartoum). Wie wäre es mit einem sehr speziellen Bürokomplex Al-Ikwha in Karthoum? Hier hat Abdel Moneim eine sehr eigenwillige aber auch an die klimatischen Verhältnisse angepasste Bauweise entwickelt, die er auch in anderen Gebäuden des Sudan in der Zeit von 1956 bis 1970 verwirklichen konnte. Im Buch wird er als „der Vater des modernen Bauens des Sudans“ bezeichnet.

Hashim Khalifa al Ikwah
Hashim Khalifa_al Ikwah

Und natürlich wird man in den Bann des Futurismus a la Eritrea, der während der italienischen Kolonialzeit entstand, auch schon öfter Gegenstand von Dokumentationen und Bildbänden, hineingezogen. Da gibt es das berühmte FIAT Service Center von Giuseppe Petazzi aus dem Jahr 1938. Fast schon ikonografisch für das Weltkulturerbe Asmara. Hätte die Kolonialmacht Italien gewusst, wie kurz ihre Herrschaft dort sein würde, sie hätten sich sicherlich für eine andere Bauweise entschieden. So können wir bis heute die Hinterlassenschaften im kleinen Eritrea bestaunen.

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asmara cinema
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Es gibt ein sehr aufschlußreiches Interview mit dem Koordinator des Asmara Heritage Projects, Medhanie Teklemariam. Dort erfahren wir nicht nur, wie schön und einzigartig die Bauleistung der italienischen Kolonialarchitektur des Futurismus ist, sondern welche Bedeutung tatsächliche Stadtplanung, die am Menschen orientiert ist, spielt. So gibt es in Asmaras Zentrum nicht nur eine bedeutende Anzahl modernistischer Gebäude, es ist ein lebendiger urbaner Raum, der alle kommerziellen, sozialen und religiösen Einrichtungen fußläufig erreichbar werden lässt. Fast schon einzigartig im Vergleich zu anderen afrikanischen Hauptstädten.

Medhanie Teklemariam photo by zemenawi
Medhanie-Teklemariam_photo by zemenawi

„…Urban planning played a crucial role in guiding the overall development of the city. The buildings had to be placed in the right locations; attractive buildings alone could not have created a good urban space. “ Medhanie Teklemariam

 

Ein ebenso kleines Land , weil wiederum andere Einflußsphäre, ist Djibouti, das südlich an Eritrea angrenzt und französisch geprägt ist. In Djibouti City, der Hauptstadt finden sich auch koloniale Zeugnisse. Anderes als in Asmara gibt es dort mehr klassische Kolonialarchitektur mit verschiedenen Stilprägungen. Das Maison Indienne, in dem sich maurische und westliche Elemente mischen. Der alte Hauptbahnhof von Djiouti (1900 erbaut) war Startpunkt der Eisenbahnlinie nach Addis Abbeba, die die Franzosen 1917 fertigstellten. Schon in den 50er Jahren verfiel die Strecke und damit auch das Gebäude. Wie bei viele andere Strecken  wurde auf eine Investion aus China spekuliert. Mittlerweile ist die Eisenbahnstrecke von Djibouti nach Addis Abbeba wieder eröffnet und bildet mit über 800km die längste elektrifizierte Stecke Afrikas.

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Ein fast schon spektakulärer Bau ist die Katherale von Djibouti. Ein modernistischer aber auch fast zeitlos puristischer Stil aus hellen Materialien. Sie wurde vom Kirchen-Architekten Joseph Muller 1964 entwickelt. Die gebogene Front mit dem Kruzifix solleine Homage an den Bischof von Djibouti, Henri Hoffman, sein. Die Turmseiten sind mit Muschelkalk besetzt und sollen im Sonnenlicht glitzern.

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Noch immer sind, wie in anderen größeren Bauten, internationale Architekten und Investoren (etwas beim Mezz Tower) dominierend. Eine zunehmende Ausbildungswelle einheimischer Architekturaspiranten führt zu mehr Potential für lokale Architekten. In einem Interview mit der Architektin Tolmone Almis Haid erfahren wir die ehrgeizigen Pläne der einheimischen Planer:

„I am convinced that we can make architecture in Djibouti. We just need to find our own architectural models, or produce some that respect our culture and environment“

Äthiopien, der große Staat am Horn von Afrika macht in letzter Zeit durch den Konflikt um Tigray von sich reden. Dabei sollte das 21. Jahrhundert das entscheidende in der Entwicklung Äthiopiens vom Armenhaus Afrikas in eines der fortschrittlichsten Länder des Kontinents. Mit Hilfe aus China ist es dem Land in den letzten Jahrzehnten immerhin gelungen, in vielen Feldern auf zu holen. Es wird viel gebaut, die Infrastrukturmaßnahmen können sich sehen lassen. Häfen, Strassen, Schienennetz;

Äthiopien ist eines der größten Luftdrehkreuze geworden, Ethiopian Airways die am schnellsten wachsende Airline Afrikas.

Ein wirkungsvolles Instrument in der Armutsbekämpfung sind die zahlreichhen Housing Projekte, von denen Äthiopien zahlreiche abgeschlossen hat. Fast 500.000 Wohneinheiten von geplanten 700.000 (condos) wurden seit 2014 gebaut. Es soll die informellen Gebäude ersetzen und das unkontrollierte Wachstum mit all seinen Problemen wie Hygiene, Wasserversorgung, Anbindung an soziale Einrichtungen, stoppen.

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Condominiums built in Koye Feche in the framework of the IHDP Addis Ababa Ethiopia
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Im Buch gibt es einige herausragene Beispiele der 60er Jahre Architektur. Die National Bank ist ein solch typisches Bauwerk. Das 1965 von Henri Chomette entwickelte Gebäude mit seinem angeschlossenen Rundbau ist ein Markenzeichen in der Hauptstadt. Es steht etwas erhöht und bildet ein markantes Monument. Die zylindrischen Öffnungen des Rundbaus machen ihn sehr leicht und etwas verspielt.

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Ethiopian_Commercial_Bank_Addis_Abeba_photo by VbZi

Auch unter Wirkung lokaler Architekten ist die ungewöhnliche Botschaft der Niederlande in Addis Abbeba 2005 entstanden. Etwas geduckt in der Parklandschaft, sollte das Gebäude möglichst unauffällig sein. Das war wohl eher „phishing for compliments“ denn unauffällig ist die Botschaft nun nicht geworden. Ein langgestreckter Bau der sich am Eingang spektakulär öffnet. Es ist ein  architektonisches Juwel in Rot und Ockertönen.

Embaixada da Holanda na Etiopia photo by mecanoo1
Embaixada_da_Holanda_na_Etiópia_photo by mecanoo1

Band 5: Eastern Africa: From the Geat Lakes to the Indian Ocean

In diesem Band, der die Binnenländer Uganda, Burundi, Ruanda enthält, die Küstenländer Kenia, Tanzania, und die Inselstaaten Madagaskar, Komoren, Seychellen und Mauritius, möchte ich drei Bauwerke/Bauwerksgruppen herausheben. Auch historische Aspekte sind wieder zu finden: In einem sehr interessanten Artikel von Livingstone Mukasa gibt es Hintergründe zur Aktualität des historischen Baustils der UNESCO Welterbestätte der Kasubi Tombs in Kampala, Uganda.

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Kampala_Kasubi_Tombs/wikipedia
kasubi tombs innen
kasubi tombs innen/wikipedia

Eine ganz andere, auch gesellschaftspolitisch bedeutsame Architektur hat es in den Band geschafft.  Zwei haben direkt mit deutscher Architekturgeschichte zu tun, beim ersten Bauwerk ist man gleich an perfide Zweckbauten der Nazidiktatur und anderen scheinbar harmlosen Gebäuden von Diktaturen erinnert. Im orangenen fünften Band übernimmt der riesige, organge gehaltene Hightower des Nyayo-Gebäudes (Nyayo=Swahili für Fußabdruck) in Nairobi diese Funktion. In einem Artikel von Nanjala Nyabola wird die scheinbare Harmlosigkeit einer Zweckarchitektur mit der Realität des Grauens konfrontiert. Über das Gebäude in Nairobis Innenstadt, am Uhuru Park gelegen, hat man sich jahrelang nur mit vorgehaltener Hand unterhalten. In den 1970ern angefangen, Anfang der 80er Jahre fertiggestellt, beherbergte es in den oberen Geschossen Verwaltungseinheiten wie das Passamt und eine TV Station. Doch im Kellerbereich befand sich das geheimste Gefängnis des Landes, in dem politische Gefangene verhört und gefoltert wurden. Perfide, wenn man bedenkt, dass gleichzeitig oben der Büro und Besuchsverkehr herrschte. Das Haus gilt bis heute als Symbol der repressiven Ära des Präsident Daniel T. Arap Moi.

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Nyayo_House_in_Kenya_photo by raidarmax/not part of SSA

Immer wieder Thema in den sieben Bänden ist die historische Baustubstanz aus vielen Jahrhunderten, der Erhalt der Gebäude, Denkmalschutz und Initiativen dazu. Am Beispiel unten sieht man ein typisches Swahili Haus in der kenianischen Küstenmetropole Mombasa , dass wie viele andere auch der Sanierung bedarf. es gibt einen Artikel über die Swahili-Architektur und im Tanzania Artikel auch die historischen Fundstellen und Hintergründe dazu. Denn die Swahili-Kultur, die stark von der arabischen Kultur beeinflusst ist, erstreckt sich vom Norden Mozambiques bis nach Somalia. In vielen Altstädten entlang der Küste ist dies sichtbar.

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Mombasa Old Town, photo by Lorna Likiza

Just gegenüber der Wasserseite von Oldtown Mombasa (Kenia)ist der schiere Gegensatz zu beobachten. Exklusives Bauen der spanisch-kenianischen Architektengruppe urosanchez die mit dem Swahili-Gem ein eindrucksvolles Zeugniss modernen Bauens für Wohlhabende gesetzt hat.

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In Tanzania und Kenia war der aus Frankfurt stammende Architekt Ernst May tätig. Er war vor den Nazis in Deutschland geflüchtet und siedelte in Kenia für fast 20 Jahre. Von ihm gibt es in Ostafrika vielerlei Zeugnisse seiner Baukunst, die im Wesentlichen durch den Modernismus und den sozialen Gedanken geprägt war. In Nairobi, Dar-es-Salaam und Mombasa hauptsächlich. Dort waren es vorallem Wohnsiedlungen, was seinem Schwerpunkt Städteplanung unter sozialen Aspekten schon in Europa entsprach. In Moshi (Tanzania) entwarf er 1939  das Verwaltungsgebäude der Kaffeegenossenschaft KNCU, das bis heute besteht.

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kncu/photo: foursquare/not part of SSA

Das unten abgebildete, elegante Appartmenthaus (Kenwood House) steht in Nairobi.

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Kenwood House Nairobi 1937/Bild: Ernst May Gesellschaft

Ein monströses Zeugnis moderner Architektur findet sich auf der zu Tanzania gehörenden Insel Sansibar. In den Jahren nach der Unabhängigkeit ab 1961, entwickelte das Land gute Beziehungen zu sozialistischen Staaten in Europa und Asien. Ein Resultat der Völkerfreundschaft war die Kooperation mit der DDR. Sie leiferte ein bis heute eindrucksvolles Werk des Brutalismus auf die Insel. Die dreihundert Meter langen Betonblöcke, auch „trains“ genannt, befinden sich in Stonetown, der Hauptstadt der Insel, die früher eigenständig war. Die usrprüngliche Planung in den 60er Jahren war von einem rigorosen Größenwahn geprägt. Fast gänzlich sollte die historische Stadt zu einem Zentrum der Moderne werden. Das ist ihr erspart geblieben. Keine Karl-Marx Stadt des Südens, aber Teile davon sind deutlich sichtbar. Bis heute. Immerhin sind die meisten auch noch bewohnt. Und das war ja der Zweck der Planungen.

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Gut sichtbar sind die beiden Hauptachsen der Plattenbausiedlungen in Sansibars Hauptstadt Stonetown. Eine Art „Allee der Kosmonauten“ auf Tansania-Art.

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Press 04 (c) Philipp Meuser

Es gibt in dem Band ein sehr interessantes Interview mit dem bereits verstorbenen tanzanischen Architekten Anthony B. Almeida. Dieser hat nicht nur aufregende moderne Architektur des postkolonialen, sozialistischen  Tanzania verantwortet. Er äußert sich in dem Interview auch sehr kritisch zu den Versäumnissen des heutigen Bauens, vorallem der Stadtplanung. Auch die Illusion eines progressiven Entwicklungsschrittes, der sich nur an Hochhausfassaden illustriert, prangert er an:

anthonyalmeida“ 80 percent of the Tanzanian population lives in rural areas. What one sees in Dar es Salaam paints a different picture. Foreign businessmen believe that the country has made progress. But what you see in the city is not the whole truth…If someone still has grass roof, it is not because they want to live as they did in the past, but because they cannot afford corrugated iron. If everyone built like their ancestors did, then we would still be living in trees. I believe that all problems should be tackled with modern solutions.“

 

 

 

 

Hätte man die Hauptstadt von Burundi mit Bauhaus in Verbindung gebracht? Eher nicht. Dennoch gibt es in Bujumbura großartige Zeugnisse davon. Es gibt einen längeren Artikel von Jean Molitor und Karine Guillevic über das Burundian Bauhaus, Art Deco und Streamline Modern, wie die Baustile gennant werden. Entstanden sind die Gebäude während der belgischen Kolonialherrschafft, die sich nach der deutschen Kolonialzeit anschloß. schattige Balkone, dicke Mauern, flache Dächer, weiße Farbe; das sind die Charakteristika der eleganten Gebäude, von denen noch ein paar Dutzend gut erhalten sind und um die sich nun auch die Stadtverwaltung kümmert.

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Bujumbura, Net a Neuf Buildung, photo: Jean Molitor
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LEO building Bujumbura, from early 1950s, photo by Christine Vaufrey

Band 6  Central Africa: From the Atlantic Ocean to the Great Lakes

In diesem Band werden die Bauwerke der rund um den Äquator liegenden Großstaaten DR Kongo, Angola ebenso wie Kongo-Brazzaville, Kamerun, Gabun, Zentralafrikanische Republik sowie der Inselstaat Sao Tomé e Principe und Equatorial-Guinea vorgestellt.

Im kleineren Kongostaat Kongo-Brazzaville, einer ehemals französischen Kolonie, gibt es neben viel informellen Gebäuden und Missionskirchen auch einige besondere Neubauten der letzten Jahre, die das zum Teil katastrophale Bild, das sich Besucher der Hauptstadt bietet, aufmöbeln. Der neue Hauptstadtflughafen zählt sicherlich dazu. Das Kintélé Congress Centre and Resort Hotel auch. Wenn auch die wenigsten Einwohner etwas davon haben dürften.

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Eine ganz andre Perspektive bildet ein ausführlicher Artikel über das „Maison Tropicale“, das seit den 1940er Jahren im Kongo eingeführt wurde. Von diesen Häusern existieren nur noch Kopien auf Ausstellungen und besonderen Orten wie in New York, im Cente Pompidou oder Sao Paolo. Der Clou waren nicht nur die elegant an die Umgebung angepasste, einfache Pavillon-Konstruktion aus Metall und Holz. Es waren vorallem die vorgefertigte Bauweise, die das Haus sehr populär werden ließen. Entwickelt hat das Haus Jean Prouvé, der seine Erfahrung aus der Flugzeugkonstruktion in den Hausbau einfließen ließ. Und es ist sicherlich ein Schuß europäischer Tropen-Romantik im Spiel, das dieses Haus sich jetzt vorallem außerhalb des Kongo größter Beliebtheit erfreut.

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francis jonckhere_maison tropicale in paris

 

Im eigentlich demokratisch regierten, aber faktisch autoritär geprägten Gabun sehen wir eine Vielzahl großer, Eindruck schindener Gebäude. Denn Gabun ist ein ölreiches Land und das wird auch gezeigt. Einige Gebäude sind bei Strafe verboten zu fotografieren. Der Präsidentenpalast in der Hauptstadt Libréville gehört natürlich dazu. Es gibt einen Boulevard Triomphal Omar Bongo (der Präsidentendynastie), an dem sich einige dieser Gebäude an einander reihen.

Im Kapitel „The Lonely Towers of African Capitals“ werden die zum Teil scheußlichen, im besten Fall eigenwilligen Solitäre der BCEAO bzw. BEAC Banken vorgestellt. Fast jede Kapitale besitzt solch ein markantes Gebäude, meist überragt es alle anderen am Platz. In Libréville steht ein besonders unschönes Exemplar von ATAUB Architects. Ein sich aus gelben Stahl und blauem Glas hoch reckenden Korpus, der irgendwie an einen Elefanten oder Kreuzfahrtschiff erinnert. Die Solitäre erinnern die Machthabenden der jeweiligen Länder immer wieder daran, dass viel Geld und damit Einfluß immer noch von den Geldgebern aus dem Westen kommt.

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BEAC_LBV_MUR_RIDEAU_2

Im größten Binnenland der Region ist die DR Kongo mit ihrer schieren Größe ein Kapitel für sich. DRC ist agrarisch geprägt und ide Städte sind durch die jahrzehntelange Herrschaft Belgiens geprägt. Die eleganten Villen des belgischen Mittelstandes in Parkähnlichen Teilen Kinshasas sind jetzt im Besitz der Kongolesen. In einer der Villen hat auch der legendäre erste Präsident Lumumba seine letzten Stunden verbracht.

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belgian villa by Brownshak Sugar

Kirchen und Hotelbauten sind immer wieder Orte des Staunens über die Möglichkeiten der Architektur. In der Mitte des Kongo, in Matadi hat ein belgischer Architekt in den 1930er Jahren seinen Traum vom Bauen verwirklicht. Sein Neogotisches Métropole Hotel ist um einen luftigen Patio angeordnet und verspricht frische Kühle im ansonsten heißen Matadi.

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Matadi_Hotel_Metropole-MONUSCOAbel Kavanagh

Die Bukavu Kathedrale ist ein Zeugnis der sogenannten Steamline Moderne, die in Bukavu eine ganze Reihe von Bauten nach sich zog. Nicht alle sind noch im guten Zustand,, dennoch sind sie, wie schon in Burundi und Maputo, eine Augenweide für Fans dieser Stilrichtung. Die geschwungene Frontfassade ist ein Markenzeichen dieses Baustils und an einigen Gebäuden immer noch zu sehen.

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bukavu_Kotecha_by atlasobscura

In Kamerun kommt man um ein Bauwerk nicht herum. Es kennt jeder im Land und ist schon so oft abgebildet worden: Das Reunification Monument in der Hauptsadt Yaoundé. Auch in der größten Stadt Douala gibt es einige sehenswerte Bauten. Viel Strukturen sind von den deutschen Kolonialherren gelegt worden, später von den Franzosen weiter geführt. Es gibt die prächtigen Königshäuser der Bell-Dynastie und der Bandjoun. Gut erhalten und Ikonen des traditionsreichen Kamerun. In Douala steht der 1982 von den  kamerunischen Architekten Bell und Akwa konzipierte und monumentale Hauptbahnhof.

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Eine Besonderheit ganz eigener Art sind die im Norden Kameruns stehenden Mousgoum Dwellings. Die Konstruktion wird teulek gennant und wird ganz traditionsreich von den Einwohnern selbst gefertigt. Gänzlich ohne tragende Konstruktion wird in Schichten aus Dung und einem speziellen Gras eine ungewöhnliche Hausform errichtet. Zwischen 3 und 20 meter beträgt der Durchmesser dieser Gebäude, von denen nur noch wenige existieren.

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Eine ganz andere Klasse des Bauens schlägt das Ölreiche Angola an. Eine New World-Class City an der Bucht von Luanda entsteht. Mit allem. was auch der Westen an Luxus zu bieten hat. Glitzerfassaden, prachtvolle Strassen, Anlagen, viele Lichter und sauber soll es sein. Der Masterplan aus dem Jahr 2015 sieht für die nächsten zehn Jahre vor aus Luanda eine wie es heißt “ a future economic, touristic and service pole in Southern Africa“ zu realisieren. Gleichzeitig soll das Großprojekt ein Signal sein, daß der Staat, der jahrzehntelang nicht an Planung interessiert war, nun wieder die Zügel in der Hand hält.

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luanda-angola-by luxafrique

Es gibt im Band einen Aufsatz von Paulo Moreira über ein Stadteilprojekt in Luanda. Das Chicala Observatory möchte die Geschichte des informellen Stadteils Chicalas am Rande der Bucht am

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Leben erhalten. Wichtig ist der Gruppe aufzuzeigen, daß es auch vor den Portugiesen eigenständige Siedlungs-und Lebensformen gab. Dies wurde während der Kolonialzeit immer wieder negiert. Das sich Ausbreitren der World-Class City vernichtet nach und nach diese Spuren. Dazu hat die Chicala Observatory ein Archiv aufgebaut, es gibt eine interaktive website und öffentliche Präsentationen.

Moreira und sein Team möchte erreichen, daß Chicala seinen rechtmäßigen Platz in der Stadt behält und eine Zukunft gegen die Boomtown Luanda bereithält.

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Volume 7 – Southern Africa: Between the Atlantic and the Indian Oceans

In diesem Band werden die Länder des südlichen Afrika vorgestellt. Namibia, Südafrika, Botswana, Malawi, Zimbawe, Sambia, Mozambique und die Ministaaten Eswatini und Lesotho.

Die Architektur Mozambiques ist von vielen Kulturen beeinflußt. präsent ist bis heute die koloniale Architektur der portugiesischen Machthaber, die das Land bis 1975 nachhaltig prägten. In Ana Tostoes Beitrag wird aber klar, daß es auch eine Zeit vor den Portugiesen gab. Denn schon vor ihrer Ankunft 1487 war das Land ein Zentrum des Gold- und Elfenbeinhandels. Bantu-Völker zogen durch das heutige Mozambique und hinterließen ihre Spuren ebenso wie die Khoisan People. Im Norden des Landes ist die für die Küste Ostafrikas typische Swahili-Kultur in alten und neueren baulichen Zeugnissen zu sehen.

Die Postkoloniale Ära ist durch die sozialistische Moderne geprägt. Heute hat sich das Land an vielen Orten in moderne Mixzentren gewandelt. Der Stadt- Land-Gegensatz ist aber auch hier deutlich. Nach dem Zweiten Weltkrieg forcierte das autoritäre Salazar-Regime die Kolonisierung mit weißen Europäern im Land. Eine rege Bautätigkeit setzte ein und hielt bis zum abrupten Ende 1975 an. Die Hauptstadt Maputo ist eine architektonische Reise in alle Baustile.

Einer der prägenden Architekten des Landes wähernd der späten Kolonialzeit ist Pancho Guedes. Guedes zog mit seinen Eltern nach Maputo, als er fünf war. Er verbrachte den Großteil seines Lebens dort. Der Lusophone Stil in der Afrikanischen Architektur wurde stark von ihm geprägt. Mit seinen verspielten Formen der Sagrada Familia Church, der Saipal Bakery oder dem Lion Building setzte er markante Stilikonen in die Stadt. Ein Stilo Guedes wurde geschaffen.

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Ganz anders agierte Fernando Mesquita, der in den 1960er Jahren viele formal wenig ansehnlich aber sehr zweckmäßige Architektur, etwa Schulen realisierte. Durchdachte Architektur, die sich den kliatischen Gegebenheiten anpasste, wie etwa die Quelimane Primary School. Simple, aber wirkunsvolle Details wie der überdachte Vorbau/Gallerie, der Schtten spendet, bzw. die mit reichlich Durchzug ausgestatteten Klassenräume, die sich den tropischen Verhältnissen gut anpassen.

Sehr verspielten Modernismus findet man in der Stadt Niassa in einem Verwaltungsbau von 1962 von Quintalinha und Tinoco.

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Lichinga/Niassa-administration palace

Mehr Architekturdetails findet sich auf der eigenen website der HPIP, die die Portugiesische Architektur weltweit archiviert.

https://hpip.org/en/heritage/details/54

In einem sehr interesanten Interview mit der Vorsitzenden des Malawischen Architektenverbands, Maliam Mdoko, erfahren wir viel über die Schwierigkeiten, die das Bauen und Planen im südlichen Afrika bereithält.

„I would like to establish a foundation that is able to champion the development, acceptance, respect and excellence of architecture in Malawi, with a focus on promoting female architects who would make positive contributions.“

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Maliam-Mdoko-Image_photo by archinect

Ein Land wie Sambia ist lange nicht so reich gesegnet mit auffälliger Architektur wie seine Nachbarstaaten. Der Binnenstaat ist sehr ländlich geprägt. Moderne Bauten versammeln sich besonders in der Hauptstadt Lusaka. Ähnlich Nairobi entstand die heutige Metropole als Bahnposten Ende des 19.Jahrhunderts. Viele informelle Gebäude in einer eher unattraktiven Stadt. Es gibt zahlreiche Kolonialbauten der Briten. Als Symbol der Unabhängigkeit wurde 1964 das Parlamentsgebäude, die National Assembly, auf einer Anhöhe errichtet. Montgomerie Oldfield Kirbie wurde als Architekt ausgewählt. Es ist bis heute eines der markantesten Gebäude des Landes.

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Im Buch wird das Gebäude beschrieben  als „modernist expression of power, employing concrete and copper both decoratively and emblematically.“

Brutalismus der puren Art findet sich an der University of Zambia, die 1967 von Julian Arnold Elliott et al erschaffen wurde und noch immer in Funktion ist. das erstaunt, da viele Teile der Betonkonstruktion mittlerweile inMitleidenschaft gezogen sind und wie viele dieser Bauten, die es rund um den Globus gibt, eine Renovierung dringend nötig hätten.

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university of zambia_photo by Dr. Ruth Craggs 2011

Spricht man von Zimbabwe, kommt man an zwei Bauwerken nicht vorbei: am Weltkulturerbe des „Great Zimbabwe National Site“ und am Eastgate Center von Micky Pearce in Harare.  Das UNESCO Weltkulturerbe „Great Zimbabwe“ war vom 11. bis 14. Jahrhundert die die Hauptstadt des Königreichs Zimbabwe. Bis zu 18.000 Menschen wohnten in der von dicken Mauern umgebenen Stadt. Legendär ist die rassistisch gefärbte Annahme europäischer Archäologen und Politiker (wie z.B. Cecil B.Rhodes), der die großartige Bauleistung der schwarzen Shona-Bevölkerung für unmöglich hielt.

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Im Eastgate Centre wurde ein bionisches Bürogebäude mit Lüftungselementen nach dem Prinzip der Termiten errichtet. In dem Gebäude kann nun praktisch fast ohne Heizung und Belüftungsanlage täglich gearbeitet werden. Dies funktioniert mit Hilfe von Luftschächten, die ein zusammenhängendes System bilden. So wird kühle Luft aus dem Atrium in das System gespeist, die dann anschließend durch Öffnungen in den Fußleisten in die einzelnen Räume gelangen kann. Das Gebäude besitzt zudem 48 Kamine, in denen sich passiv, wie bei den Termiten, die Luftmassen erwärmen.

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Es gibt wieder zahlreiche Artikel zum modernen Bauen im südlichen Afrika. Vongai Pasirayi macht sich in einem Artikel Gedanken über die Infrastruktur der Hauptstadt Harare. Auch über das Verschwinden von historischer Architektur zugunsten des kapitalistischen Baubooms.

Safia Qureshi (Pakiswtan) und Maxwell Mutanda (Zimbabwe)  stellen in einem Architektur-Projekt ihre Vision eines einfach konstruierten, aber sehr praktikablen Marktstandes vor. Keine exotische Vision, wenn man bedenkt, dass 46 Prozent des Handels in Zimbabwe über informelle Stände abgewickelt werden.

“Instead of being commissioned to do one small build after the next, we hit at it from the side and are building up layers of knowledge and research so that we can then approach things on a much larger scale,” sagt maxwell Mutanda. “We’ve come together to produce work that isn’t a vanity project but has a solid meaning and legacy within greater society.”

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BONGAYI_002_by Studio (D)
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Im Südwesten Afrikas findet sich in Namibia viel Architektur der deutschen Kolonialherren. Teils absurde Ansammlungen von Gründerzeitbauten wie z.B. in Swakopmund und Lüderitz an der Atlantikküste. Sie sind beliebte Fotomotive für Touristen, bilden sie doch einen scharfen Kontrast zur umgebenden Wüste und iheren meist stahlblauen Himmel. Doch das ist koloniale Geschichte.

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Windhuk Christuskirche & Independence Memorial Museum _photo by zairon

Moderne Architektur findet sich vor allem in der Hauptstadt Windhoek und neuerdings auch in den Regionen. Nina Maritz ist eine herausragende Vertreterin der einheimischen ArchitektInnen. Ihr Firmensitz ist ebenfalls in Windhoek.

Sie hat sich einen Namen mit öffentlichen Gebäuden gemacht. Das Oshakati centre in der Oshana Region und das Gobabis Regional Study Centre in Omaheke sind Beispiele ihres Verständnisses von öffentlicher Architekur. Im Buch gibt es dazu ein längeres Interview mit Nina Maritz.

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nina maritrz_oshakati regional study and resource center, oshana region
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Für Südafrika müsste nochmal ein eigener Artikel erscheinen. Die zahlreichen Bauwerke aus mehreren Jahrhunderten füllen erwartungsgemäß fast ein Drittel des Bandes über das südliche Afrika. Das wohlhabenste Land ist gleichzeitig das am weitesten entwickelte Land in Afrika. gleichzeitig hat sich die soziale Kluft innerhalb des Landes in den letzten Jahren noch verstärkt. Die gegensätze zwische informellen Townships und großzügigen Gated Communities, zwischen glitzernden Hochäusern und traditionellen Wohnhäusern auf dem Land, dazwischen die bekannten Siedlungen europäischer Kolonisten.

Großartig zu sehen sind die sozialen Gegensätze aus der Luft. In einem Artikel von Johnny Miller (Unequal Scenes) sehen wir die Ungleichheit ins bizarre gedreht. Ärmere Hütten grenzen direkt an Villengegenden und Golfplätze. Als hätte man von oben einen Strich gezogen und die Unterpriviligerten ausgesperrt.

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In einem Essay des südafrikanischen Schriftstellers Ivan Vladislavic stellt er die photographischen Arbeiten von Patrick Waterhouse und Mikhael Subotzky vor. Diese beschäftigen sich mit der Ponte City, ein alles überragender (ehemaliger) Wohn-und Geschäftsturm in Johannesburg aus der zeit der Apartheid, der jetzt dem Verfall preisgegeben ist. Auch hier zeigt sich wieder die Vielfalt des Architectural Guides, dessen Spektrum immer wieder überrascht.

Das ist sehr wohltuend in der Ansammlung von Baubeschreibungen und machen den Guide absolut lesenswert. Es lohnt sich, die Bände anzuschaffen. Und es ist zu hoffen, dass von ihnen auch in Afrika zahlreiche Impulse für modernes Bauen ausgehen. Und sich die menschen dort über ihre reiche Kulturgeschichte informieren können, die sich quer durch den ganzen Kontinent zieht.

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From Ponte City, LightJet C-print_patrick waterhouse2

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The Architectural Guide Sub-Sahara, published this year in June by DOM publishers in Berlin, has a total of seven volumes. In addition to the introductory volume, there are six volumes arranged by region, which have a total of 3400 pages with many photos and illustrations. The volumes, published in English by the team of Philpp Meuser and Abdil Dalbai, have been produced with hundreds of international authors, many of them from Africa. The first article featured a lengthy interview with the editors. The second article dealt with the introductory volume and the first two regional volumes. In this article I present volumes 4 to 7.

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Volume 4:Eastern Africa: From the Sahel to the Horn of Africa

In the fourth volume, which mainly covers the Sahel countries, i.e. countries like Chad, Sudan and South Sudan, Eritea, Ethiopia and Somalia, Niger, there is an interesting article about a „rare species“ as it is called in the book: the female architect in the Sahel. Usually the ratio is 1:10 or even lower. Mariam Kamara, Ada Bocoum or Hayatte Ndiaye are mentioned there. It is always these excursions into social politics that make the architecture guide so exciting. Every turn of the page is a surprise. There is the report on Gaoui Village with its magnificent murals and interesting constructions, the ruins of Ouara (both Chad),

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planning over a massive religious centre in the capital N’Djamena, then again to the pyramids of Sudan or the magnificent palace from the Ottoman period (in Khartoum). How about the very special Al-Ikwha office complex in Karthoum? Here, Abdel Moneim developed a very unique construction method, which was also adapted to the climatic conditions and which he was able to realise in other buildings in Sudan between 1956 and 1970. In the book, he is described as „the father of modern building in Sudan“.

Hashim Khalifa al Ikwah
Hashim Khalifa_al Ikwah

And of course, one is drawn into the spell of Futurism a la Eritrea, which emerged during the Italian colonial period and has often been the subject of documentaries and illustrated books. There is the famous FIAT Service Centre by Giuseppe Petazzi from 1938, almost iconographic for Asmara’s World Heritage Site. Had the colonial power Italy known how short their rule there would be, they would surely have opted for a different building style. So to this day, we can marvel at the legacies in little Eritrea.

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There is a very revealing interview with the coordinator of the Asmara Heritage Project, Medhanie Teklemariam. There we learn not only how beautiful and unique the building achievement of Italian colonial architecture of Futurism is, but what importance actual urban planning oriented towards people plays. Thus, Asmara’s centre not only has a significant number of modernist buildings, it is a lively urban space that makes all commercial, social and religious facilities within walking distance. Almost unique compared to other African capitals.

Medhanie Teklemariam photo by zemenawi
Medhanie-Teklemariam_photo by zemenawi

„…Urban planning played a crucial role in guiding the overall development of the city. The buildings had to be placed in the right locations; attractive buildings alone could not have created a good urban space. “ Medhanie Teklemariam

 

 

 

 

An equally small country, but with a different sphere of influence, is Djibouti, which borders Eritrea to the south and has a French influence. In Djibouti City, the capital, there is also colonial evidence. Unlike Asmara, there is more classical colonial architecture with different styles. The Maison Indienne, where Moorish and Western elements are mixed. The old main railway station of Djiouti (built in 1900) was the starting point of the railway line to Addis Abbeba, which was completed by the French in 1917. By the 1950s, the line had fallen into disrepair and so had the building. As with many other lines, there was speculation about an investment from China. In the meantime, the railway line from Djibouti to Addis Abbeba has been reopened and, at over 800km, is the longest electrified line in Africa.

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An almost spectacular building is the cathedral of Djibouti. A modernist but also almost timeless purist style made of light materials. It was designed by the church architect Joseph Muller in 1964. The curved front with the crucifix is meant to be a homage to the Bishop of Djibouti, Henri Hoffman. The sides of the tower are covered with shell limestone and are supposed to glisten in the sunlight.

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Still, as in other major buildings, international architects and investors (something with the Mezz Tower) are dominant. A growing wave of training of local architectural aspirants is leading to more potential for local architects. In an interview with architect Tolmone Almis Haid, we learn about the ambitious plans of local planners:

„I am convinced that we can make architecture in Djibouti. We just need to find our own architectural models, or produce some that respect our culture and environment“.

Ethiopia, the large state on the Horn of Africa, has been in the news lately because of the conflict over Tigray. Yet the 21st century was supposed to be the decisive one in Ethiopia’s development from Africa’s poorhouse to one of the most advanced countries on the continent. With help from China, the country has managed to catch up in many fields in recent decades. There is a lot of construction going on, and the infrastructure measures are impressive. Ports, roads, rail networks;

Ethiopia has become one of the largest air hubs, Ethiopian Airways the fastest growing airline in Africa.

An effective instrument in poverty reduction are the numerous housing projects, of which Ethiopia has completed many. Almost 500,000 housing units out of a planned 700,000 (condos) have been built since 2014. The aim is to replace the informal buildings and to stop the uncontrolled growth with all its problems such as hygiene, water supply, connection to social facilities.

 

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Ethio-Condominiums_Addis Abbaba_photo:ENA
Condominiums built in Koye Feche in the framework of the IHDP Addis Ababa Ethiopia
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There are some outstanding examples of 60s architecture in the book. The National Bank is one such typical building. Designed by Henri Chomette in 1965, the building with its attached rotunda is a trademark in the capital. It stands somewhat elevated and forms a striking monument. The cylindrical openings of the circular building make it very light and somewhat playful.

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Ethiopian_Commercial_Bank_Addis_Abeba_photo by VbZi

The unusual Embassy of the Netherlands in Addis Ababa was also designed by local architects in 2005. Somewhat crouched in the park landscape, the building was supposed to be as inconspicuous as possible. That was probably „phishing for compliments“, because the embassy has not become inconspicuous. An elongated building that opens spectacularly at the entrance. It is an architectural jewel in red and ochre tones.

Embaixada da Holanda na Etiopia photo by mecanoo1
Embaixada_da_Holanda_na_Etiópia_photo by mecanoo1

Volume 5: Eastern Africa: From the Geat Lakes to the Indian Ocean

In this volume, which contains the landlocked countries of Uganda, Burundi, Rwanda, the coastal countries of Kenya, Tanzania, and the island states of Madagascar, Comoros, Seychelles and Mauritius, I would like to highlight three buildings/groups of buildings. Historical aspects can also be found again: In a very interesting article by Livingstone Mukasa, there is background on the actuality of the historical architectural style of the UNESCO World Heritage Site of the Kasubi Tombs in Kampala, Uganda.

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Kampala_Kasubi_Tombs/wikipedia
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kasubi tombs innen/wikipedia

A completely different, also socio-politically significant architecture has made it into the volume. Two of them are directly related to German architectural history; the first building immediately reminds one of the perfidious functional buildings of the Nazi dictatorship and other seemingly harmless buildings of dictatorships. In the orange fifth volume, the huge, orange Hightower of the Nyayo building in Nairobi (Nyayo=Swahili for footprint) takes over this function. In an article by Nanjala Nyabola, the apparent harmlessness of a functional architecture is confronted with the reality of horror. The building in Nairobi’s city centre, located at Uhuru Park, has been talked about only on the quiet for years. Started in the 1970s and completed in the early 1980s, it housed administrative units such as the passport office and a TV station on the upper floors. But in the basement was the country’s most secret prison, where political prisoners were interrogated and tortured. Perfidious, considering that at the same time upstairs there was office and visitor traffic. The house is still considered a symbol of the repressive era of President Daniel T. Arap Moi.

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Nyayo_House_in_Kenya_photo by raidarmax/not part of SSA

A recurring theme in the seven volumes is the historical building fabric from many centuries, the preservation of buildings, monument protection and initiatives to this end. The example below shows a typical Swahili house in the Kenyan coastal metropolis of Mombasa that, like many others, is in need of renovation. There is an article on Swahili architecture and in the Tanzania article also the historical sites and background to it. This is because Swahili culture, which is strongly influenced by Arab culture, stretches from northern Mozambique to Somalia. This is visible in many old towns along the coast.

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Mombasa Old Town, photo by Lorna Likiza

Just opposite the waterfront of Oldtown Mombasa (Kenya), the sheer contrast can be observed. Exclusive building by the Spanish-Kenyan architectural group urosanchez, which has created an impressive testimony to modern building for the wealthy with the Swahili-Gem.

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The Frankfurt-born architect Ernst May was active in Tanzania and Kenya. He had fled from the Nazis in Germany and settled in Kenya for almost 20 years. In East Africa, there are many testimonies to his architecture, which was essentially characterised by modernism and social thought. In Nairobi, Dar-es-Salaam and Mombasa mainly. There, it was mainly housing estates, which corresponded to his focus on urban planning under social aspects already in Europe. In Moshi (Tanzania), he designed the administrative building of the KNCU coffee cooperative in 1939, which still exists today.

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kncu/photo: foursquare/not part of SSA

The elegant apartment house (Kenwood House) pictured below is in Nairobi.

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Kenwood House Nairobi 1937/Bild: Ernst May Gesellschaft

A monstrous testimony to modern architecture can be found on the island of Zanzibar, which belongs to Tanzania. In the years after independence from 1961, the country developed good relations with socialist states in Europe and Asia. One result of this international friendship was the cooperation with the GDR. It brought to the island a work of brutalism that is still impressive today. The three hundred metre long concrete blocks, also called „trains“, are located in Stonetown, the capital of the island, which used to be independent. The original planning in the 1960s was characterised by a rigorous megalomania. The historic city was to become almost entirely a centre of modernity. It was spared that. No Karl Marx City of the South, but parts of it are clearly visible. Until today. At least most of them are still inhabited. And that was, after all, the purpose of the planning.

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The two main axes of the prefabricated housing estates in Zanzibar’s capital Stonetown are clearly visible. A kind of  Eastern Berlins „Avenue of the Cosmonauts“ Tanzania-style.

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Press 04 (c) Philipp Meuser

There is a very interesting interview in the volume with the already deceased Tanzanian architect Anthony B. Almeida. He was not only responsible for exciting modern architecture in post-colonial, socialist Tanzania. In the interview, he is also very critical of the failures of contemporary building, especially urban planning. He also denounces the illusion of progressive development, which is only illustrated by high-rise facades:

anthonyalmeida“ 80 percent of the Tanzanian population lives in rural areas. What one sees in Dar es Salaam paints a different picture. Foreign businessmen believe that the country has made progress. But what you see in the city is not the whole truth…If someone still has grass roof, it is not because they want to live as they did in the past, but because they cannot afford corrugated iron. If everyone built like their ancestors did, then we would still be living in trees. I believe that all problems should be tackled with modern solutions.“ Anthony B. Almeida

 

 

 

 

Would you have associated the capital of Burundi with Bauhaus? Probably not. Yet there is great evidence of it in Bujumbura. There is a long article by Jean Molitor and Karine Guillevic about the Burundian Bauhaus, Art Deco and Streamline Modern, as the architectural styles are called. The buildings were built during the Belgian colonial rule, which followed the German colonial period. Shady balconies, thick walls, flat roofs, white paint; these are the characteristics of the elegant buildings, of which a few dozen are still well preserved and which the city administration is now also taking care of.

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Bujumbura, Net a Neuf Buildung, photo: Jean Molitor
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LEO building Bujumbura, from early 1950s, photo by Christine Vaufrey

Volume 6  Central Africa: From the Atlantic Ocean to the Great Lakes

This volume presents the buildings of the large states around the equator, DR Congo, Angola as well as Congo-Brazzaville, Cameroon, Gabon, Central African Republic as well as the island state of Sao Tomé e Principe and Equatorial Guinea.

In the smaller Congo state of Congo-Brazzaville, a former French colony, there are not only many informal buildings and mission churches, but also some special new buildings of the last few years, which brighten up the partly catastrophic picture that visitors have of the capital. The new capital city airport is certainly one of them. So is the Kintélé Congress Centre and Resort Hotel. Even if very few residents will have anything to gain from it.

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04_Avci_Architects_Kintele_Congress_Hall_photo_1emre doeterA very different perspective is provided by a detailed article on the „Maison Tropicale“, which was introduced in the Congo in the 1940s. Only copies of these houses still exist at exhibitions and special locations such as in New York, the Cente Pompidou or Sao Paolo. The highlight was not only the simple pavilion construction made of metal and wood, elegantly adapted to the surroundings. It was above all the prefabricated construction that made the house very popular. The house was developed by Jean Prouvé, who used his experience in aircraft construction to build the house. And there is certainly a touch of European tropical romanticism involved that this house now enjoys great popularity, especially outside the Congo.

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francis jonckhere_maison tropicale in paris

 

In Gabon, which is actually governed democratically but is in fact authoritarian, we see a large number of large, impressive buildings. Gabon is an oil-rich country and this is shown. Some buildings are forbidden to be photographed under penalty of law. The presidential palace in the capital Libréville is of course one of them. There is a Boulevard Triomphal Omar Bongo (of the presidential dynasty) where some of these buildings line up.

In the chapter „The Lonely Towers of African Capitals“, the sometimes hideous, at best idiosyncratic solitaires of the BCEAO or BEAC banks are presented. Almost every capital has such a striking building, usually towering over all the others on the site. In Libréville, there is a particularly unattractive example by ATAUB Architects. A corpus of yellow steel and blue glass stretching up high, somehow reminiscent of an elephant or cruise ship. The solitaires remind the rulers of the respective countries again and again that a lot of money and thus influence still comes from the donors from the West.

 

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In the largest landlocked country in the region, DRC, with its sheer size, is a chapter in itself. DRC is agrarian and ide cities are shaped by decades of Belgian rule. The elegant villas of the Belgian middle class in park-like parts of Kinshasa are now owned by the Congolese. The legendary first president Lumumba spent his last hours in one of the villas.

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belgian villa by Brownshak Sugar

Churches and hotel buildings are always places to marvel at the possibilities of architecture. In the middle of the Congo, in Matadi, a Belgian architect realised his dream in the 1930s.

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The Bukavu Cathedral is a testimony to the so-called Steamline Modernism, which resulted in a whole series of buildings in Bukavu. Not all of them are still in good condition, but, as in Burundi and Maputo, they are a feast for the eyes of fans of this style. The curved front façade is a trademark of this architectural style and can still be seen on some buildings.

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bukavu_Kotecha_by atlasobscura

In Cameroon, there is no getting around a building. Everyone in the country knows it and it has been pictured so many times: The Reunification Monument in the main city of Yaoundé. There are also some buildings worth seeing in the largest city, Douala. Many structures were laid by the German colonial masters, later continued by the French. There are the magnificent royal houses of the Bell dynasty and the Bandjoun. Well preserved and icons of traditional Cameroon. Douala is home to the monumental main railway station, designed in 1982 by Cameroonian architects Bell and Akwa.

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The Mousgoum Dwellings in the north of Cameroon are a special feature of their own. The construction is called teulek and is traditionally made by the inhabitants themselves. Without any supporting structure at all, an unusual house shape is built in layers of dung and a special grass. The diameter of these buildings, of which only a few still exist, is between 3 and 20 metres.

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The oil-rich country of Angola is taking a completely different approach to building. A New World-Class City is being built on the bay of Luanda. With everything the West has to offer in terms of luxury. Glittering facades, magnificent streets, facilities, lots of lights and cleanliness. The master plan from 2015 envisions Luanda becoming, as it says, „a future economic, tourist and service pole in Southern Africa“ over the next ten years. At the same time, the large-scale project is supposed to be a signal that the state, which was not interested in planning for decades, now holds the reins again.

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There is an essay in the volume by Paulo Moreira about an urban district project in Luanda. The Chicala Observatory wants to tell the story of Chicala’s informal neighbourhood on the edge of the bay at the

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life. It is important to the group to show that independent forms of settlement and life existed before the Portuguese. This was repeatedly negated during the colonial period. The spread of the World-Class City is gradually destroying these traces. For this purpose, the Chicala Observatory has built up an archive, there is an interactive website and public presentations.

Moreira and his team want to ensure that Chicala retains its rightful place in the city.

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Volume 7 – Southern Africa: Between the Atlantic and the Indian Oceans

This volume presents the countries of Southern Africa. Namibia, South Africa, Botswana, Malawi, Zimbawe, Zambia, Mozambique and the mini-states of Eswatini and Lesotho.

Mozambique‘s architecture is influenced by many cultures. The colonial architecture of the Portuguese rulers, who left a lasting mark on the country until 1975, is still present today. In Ana Tostoe’s contribution, however, it becomes clear that there was also a time before the Portuguese. Even before their arrival in 1487, the country was a centre of the gold and ivory trade. Bantu people moved through what is now Mozambique and left their mark, as did the Khoisan people. In the north of the country, the Swahili culture typical of the East African coast can be seen in old and more recent architectural evidence.

Die Postkoloniale Ära ist durch die sozialistische Moderne geprägt. Heute hat sich das Land an vielen Orten in moderne Mixzentren gewandelt. Der Stadt- Land-Gegensatz ist aber auch hier deutlich. Nach dem Zweiten Weltkrieg forcierte das autoritäre Salazar-Regime die Kolonisierung mit weißen Europäern im Land. Eine rege Bautätigkeit setzte ein und hielt bis zum abrupten Ende 1975 an. Die Hauptstadt Maputo ist eine architektonische Reise in alle Baustile.

Einer der prägenden Architekten des Landes wähernd der späten Kolonialzeit ist Pancho Guedes. Guedes zog mit seinen Eltern nach Maputo, als er fünf war. Er verbrachte den Großteil seines Lebens dort. Der Lusophone Stil in der Afrikanischen Architektur wurde stark von ihm geprägt. Mit seinen verspielten Formen der Sagrada Familia Church, der Saipal Bakery oder dem Lion Building setzte er markante Stilikonen in die Stadt. Ein Stilo Guedes wurde geschaffen.

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Pancho-Guedes-Smiling-Lion-Building-2_Pancho Guedes Family Foundation
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Pancho-Guedes-Sagrada-Familia-Pancho Guedes Faily Foundation

Fernando Mesquita acted in a completely different way. In the 1960s, he realised a lot of formally unattractive but very functional architecture, such as schools. Well thought-out architecture that adapted to the climatic conditions, such as the Quelimane Primary School. Simple but effective details such as the covered porch/gallery that provides shade, or the classrooms equipped with ample draughts that adapt well to the tropical conditions.

Very playful modernism can be found in the town of Niassa in an administrative building from 1962 by Quintalinha and Tinoco.

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Lichinga/Niassa-administration palaceMore architectural details can be found on the HPIP’s own website, which archives Portuguese architecture worldwide.

https://hpip.org/en/heritage/details/54

In a very interesting interview with the chairperson of the Malawi Architects Association, Maliam Mdoko, we learn a lot about the difficulties of building and planning in Southern Africa.

„I would like to establish a foundation that is able to champion the development, acceptance, respect and excellence of architecture in Malawi, with a focus on promoting female architects who would make positive contributions.“

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Maliam-Mdoko-Image_photo by archinect

A country like Zambia is nowhere near as richly blessed with eye-catching architecture as its neighbouring states. The landlocked country is very rural. Modern buildings are particularly prevalent in the capital Lusaka. Similar to Nairobi, today’s metropolis was built as a railway station at the end of the 19th century. Many informal buildings in a rather unattractive city. There are numerous colonial buildings of the British. As a symbol of independence, the parliament building, the National Assembly, was built on a hill in 1964. Montgomerie Oldfield Kirbie was chosen as the architect. It remains one of the most distinctive buildings in the country today.

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In the book, the building is described as a „modernist expression of power, employing concrete and copper both decoratively and emblematically“.

Brutalism of the purest kind can be found at the University of Zambia, created in 1967 by Julian Arnold Elliott et al and still in use. this is surprising, as many parts of the concrete structure are now deteriorated and, like many of these buildings around the world, are in desperate need of renovation.

 

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university of zambia_photo by Dr. Ruth Craggs 2011

When you talk about Zimbabwe, you can’t miss the Great Zimbabwe National Site. The UNESCO World Heritage Site was the capital of the Kingdom of Zimbabwe from the 11th to the 14th century. Up to 18,000 people lived in the city surrounded by thick walls. Legendary is the racially tinged assumption of European archaeologists and politicians (such as Cecil B.Rhodes) who considered the great building achievement of the black Shona population impossible.

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great-zimbabwe_photo by_zimbabwetourism

 

A bionic office building with ventilation elements based on the termite principle was constructed in the Eastgate Centre. It is now possible to work in the building on a daily basis with virtually no heating or ventilation system. This works with the help of air shafts that form an interconnected system. This feeds cool air from the atrium into the system, which can then enter the individual rooms through openings in the baseboards. The building also has 48 chimneys in which air masses are passively heated, like termites.

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There are again numerous articles on modern construction in southern Africa. In an article, Vongai Pasirayi reflects on the infrastructure of the capital Harare. Also about the disappearance of historical architecture in favour of the capitalist building boom.

Safia Qureshi (Pakiswtan) and Maxwell Mutanda (Zimbabwe) present their vision of a simply constructed but very practical market stall in an architectural project. Not an exotic vision, considering that 46 percent of trade in Zimbabwe is conducted through informal stalls.

“Instead of being commissioned to do one small build after the next, we hit at it from the side and are building up layers of knowledge and research so that we can then approach things on a much larger scale,” sagt maxwell Mutanda. “We’ve come together to produce work that isn’t a vanity project but has a solid meaning and legacy within greater society.”

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BONGAYI_002_by Studio (D)
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In southwest Africa, Namibia has a lot of architecture by the German colonial masters. Some are absurd collections of Wilhelminian-style buildings, such as in Swakopmund and Lüderitz on the Atlantic coast. They are popular photo motifs for tourists, as they form a sharp contrast to the surrounding desert and its mostly steel-blue sky. But that is colonial history.

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Windhuk Christuskirche & Independence Memorial Museum _photo by zairon

Modern architecture is mainly found in the capital Windhoek and recently also in the regions. Nina Maritz is an outstanding representative of the local architects. Her firm is also based in Windhoek.

She has made a name for herself with public buildings. The Oshakati centre in the Oshana Region and the Gobabis Regional Study Centre in Omaheke are examples of her understanding of public architecture. There is a longer interview with Nina Maritz in the book.

 

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South Africa should be the subject of a separate article. As expected, the numerous buildings from several centuries fill almost a third of the volume on southern Africa. The most prosperous country is also the most developed country in Africa. at the same time, the social divide within the country has widened in recent years. The contrasts between informal townships and spacious gated communities, between glittering high-rises and traditional rural dwellings, in between the familiar settlements of European colonists.

The social contrasts are great to see from the air. In an article by Johnny Miller (Unequal Scenes) we see the inequality twisted into the bizarre. Poorer shacks border directly on villa neighbourhoods and golf courses. It’s as if a line has been drawn from above and the underprivileged have been locked out.

 

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In an essay by the South African writer Ivan Vladislavic, he presents the photographic works of Patrick Waterhouse and Mikhael Subotzky. They deal with Ponte City, a towering (former) residential and commercial tower in Johannesburg from the apartheid era, which is now falling into disrepair. Here again, the diversity of the Architectural Guide is evident, with a spectrum that never ceases to amaze.

 

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From Ponte City, LightJet C-print_patrick waterhouse2

This is very pleasant in the accumulation of building descriptions and makes the guide absolutely worth reading. It is well worth acquiring the volumes. And it is to be hoped that they will also provide numerous impulses for modern building in Africa. And the people there can learn about their rich cultural history, which runs through the entire continent.

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copyright: 2021 hans hofele for cultureafrica

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